Sadomasochismus (SM) ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl erotischer Identitäten, Empfindungen und Praktiken, wie zum Beispiel Macht, Ohnmacht, Schmerz oder Hingabe. Da SM sehr vielfältig ist, fällt es schwer, eine exakte Definition anzugeben. Die BVSM sieht es auch nicht als ihre Aufgabe an, SM zu definieren oder gar vorzugeben, was "richtiger" SM ist. Statt einer (scheinbar exakten) Definition, ermöglicht der Blick auf möglichst viele subjektive Ansichten über SM ein realistischeres Bild des Sadomasochismus. Der Text "SM - Was ist das?" von der Autorengruppe Datenschlag ist ein guter Start zum Einlesen. Über das zur Zeit im Aufbau befindliche Verzeichnis des AK SM-Finder werden Sie demnächst viele andere Sichtweisen auf SM kennenlernen können.
Wenn Sie zum Beispiel einen Boxkampf oder eine Operation im Krankenhaus als Gewalt bezeichnen, dann wäre in diesem Sinne auch SM Gewalt. Für uns ist entscheidend, dass alle Beteiligten mit dem Geschehen einverstanden sind. Ein Boxer, der außerhalb eines Boxkampfes zuschlägt oder ein Arzt, der gegen den Willen des Patienten operiert, begeht eine Straftat und ist ebenso zu verurteilen wie ein Mensch, der SM mit einem anderen Menschen ausübt, der das nicht (mehr) möchte.
Die BVSM hat sich zum Ziel gesetzt, Brücken zwischen den verschiedenen Gruppen, Strömungen und Spielarten des Sadomasochismus zu schlagen, Sadomasochisten als Teil der kulturellen und politischen Vielfalt in Deutschland zu fördern und sich für ihre Akzeptanz in der Bevölkerung einzusetzen.
Die BVSM ist ein eingetragener Verein. Der Vorstand besteht aus drei bis fünf Personen und kümmert sich primär um die administrativen Dinge. Die inhaltliche Arbeit findet in thematisch gegliederten Arbeitskreisen statt. Die Arbeitskreise können vollkommen selbständig arbeiten ohne Auftrag und Weisungsbefugnis der BVSM. Eine Übersicht der bisher eingerichteten Arbeitskreise finden Sie hier.
Die BVSM vertritt die Interessen von Sadomasochisten in Deutschland. Sie tritt für die Akzeptanz von Sadomasochisten und den Respekt vor ihrer Sexualität ein. Ihr Ziel ist gesellschaftliche Toleranz und Anerkennung für Sadomasochisten als sexuelle Minderheit.
Die BVSM und ihre Arbeitskreise unterstützen Einzelpersonen und Gruppen unter anderem durch Information, Beratung, Bereitstellung von Informationsmaterial, Seminare, Sammlung und Aufbereitung von Veröffentlichungen und Förderung wissenschaftlicher Arbeiten. Siehe auch Beratung und Beratungseinrichtungen in diesen FAQ.
Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ist nicht selbstverständlich. In vielen Ländern ist nicht nur SM verboten, sondern auch Homosexualität oder auch Oral- und Analverkehr. Wir halten das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung für ein Grundrecht, welches jedem Menschen zusteht. Wir setzen uns für dieses Grundrecht ein.
Nein. Die BVSM will in erster Linie für ihre Mitglieder sprechen. Sie will sich allerdings für die Freiheit und Akzeptanz aller Sadomasochisten in Deutschland einsetzen.
Nein. Die BVSM bemüht sich darum, Ressourcen und Informationsquellen über SM zu sammeln und zur Verfügung zu stellen, aus denen sich sowohl die vielen SM-Gruppen im deutschsprachigen Raum als auch Außenstehende frei informieren können. Selbstverständlich soll jeder, der sich dazu berufen fühlt, öffentlich oder privat zum Thema SM Stellung nehmen.
Nein, wir unterstützen statt dessen die Gruppen, die solche Veranstaltungen machen, bei ihrer Arbeit, zum Beispiel, indem wir Broschüren zur Verfügung stellen.
Nein, die BVSM will statt dessen andere SM-Gruppen unterstützen, sofern diese das wollen. Die BVSM hat sich das Subsidiaritätsprinzip in ihre Satzung geschrieben. Das heißt, die BVSM nimmt eine Aufgabe nur wahr, wenn diese nicht von den bestehenden Gruppen wahrgenommen wird. Es mag sein, dass sich manche Aufgaben aus Gründen der Synergie früher oder später bei der BVSM wiederfinden. Es geht allerdings nicht darum, den anderen Gruppen diese Aufgaben aus der Hand zu nehmen. Ganz im Gegenteil: Die BVSM kann viele ihrer Aufgaben nur in soweit wahrnehmen, wie sie von den anderen Gruppen unterstützt wird.
Sie versteht sich als Bindeglied, Informationsplattform und Dienstleister.
Die BVSM wurde am 31. Mai 2003 in Köln unter dem Namen "Bundesverband Sadomasochismus" nach rund neun Monaten Vorbereitungsphase gegründet.
Die BVSM wurde von 41 Mitgliedern gegründet. Weitere Mitglieder, auch korporative und Fördermitglieder, werden laufend aufgenommen. (Siehe auch die Chronik)
| Alexander | Tacheles BDSM-Stammtisch Augsburg |
| Andrea | SMart Rhein-Ruhr, MaydaySM |
| Bjarna | SchMacht! |
| Sebastian | smjg |
| Wido | BDSM Berlin |
BVSM e.V.
Postfach 44 06 30
12006 Berlin
Wir bemühen uns immer darum, Anfragen möglichst schnell und umfassend zu beantworten. Trotzdem bitten wir um Verständnis, wenn es ein wenig länger dauern kann. Normalerweise gibt es innerhalb von 3-5 Tagen eine Antwort. Bei dringenden Dingen bitte einen Termin angeben, bis zu dem eine Antwort benötigt wird.
Jede natürliche oder juristische Person, die ihre Bereitschaft zur Unterstützung der Arbeit der Vereinigung erklärt, dem Programm zustimmt und die Satzung anerkennt. Juristische Personen sind zum Beispiel Vereine, aber auch lose Gruppierungen oder Treffs.
Gruppen (auch Online-Gruppen), Treffs und Vereine können sich der Vereinigung als korporative Mitglieder anschließen. Korporative Mitglieder benennen zu diesem Zweck einen Menschen aus ihrer Mitte als Ansprechpartner für die Bundesvereinigung. Korporative Mitglieder, die juristische Personen sind (z.B. eingetragene Vereine), entsenden einen gesetzlichen Vertreter (z.B. ein Vorstandsmitglied eines eingetragenen Vereines) in den Verein.
Korporative Mitglieder haben im Verein wie Einzelmitglieder Rede- und Antragsrecht, aber im Gegensatz zu diesen kein Stimm- und Wahlrecht. Es gibt auch die Möglichkeit, die Vereinigung als Fördermitglied zu unterstützen. Fördermitglieder haben in dieser Eigenschaft Rederecht, aber kein Antrags-, Stimm- oder Wahlrecht.
Drucken Sie sich bitte den Antrag aus und senden Sie ihn ausgefüllt an die BVSM . Wenn Sie Menschen kennen, die in der BVSM Mitglied werden möchten, aber keinen Zugang zum Internet haben, freuen wir uns, wenn Sie für diese Menschen Anträge ausdrucken. Sie können einen Antrag auch per Brief an unsere Postadresse anfordern. Bitte fügen Sie einen frankierten und an Sie adressierten Rückumschlag bei.
Einzelmitglieder zahlen pro Monat einen Euro. Der Betrag wird jährlich fällig. Auf dem Antragsformular kann man außerdem angeben, ob man zusätzlich jährlich einen bestimmten, selbstgewählten Betrag darüber hinaus spenden möchte. Korporative Mitglieder (also z.B. Vereine, Gruppen oder Treffs) zahlen keinen Beitrag.
Jede Mithilfe ist uns willkommen. Schicken Sie uns einfach eine Email, ein Fax oder einen Brief mit ihrem Interessengebiet, ihren Fähigkeiten oder ihrer kreativen Idee.
Grundsätzlich jeder, der die Vereinsarbeit unterstützen möchte, dem Programm und der Satzung zustimmt und die rechtlichen Grundlagen der Vereinigung respektiert.
Die BVSM kann Ihnen Kontakte zu aktiven SMlern, Fachleuten und lokalen SM-Gruppen vermitteln. Sie kann Sie bei Ihrer Recherche unterstützen und Ihnen bei der Klärung von Begriffen und Praktiken helfen. Bitte wenden Sie sich hierzu an den Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit.
Zum Beispiel durch die Vermittlung von Kontakten zu Ansprechpartnern aller Art, die für SMler interessant sind. Dazu zählen ehrenamtliche Beratungsangebote der Szene, professionelle Berater (Anwälte, Psychologen, Ärzte, ...), lokale Gruppen/Stammtische und vieles mehr. Die Kontaktadressen finden Sie demnächst über den SM-Finder.
Die BVSM hat sich zum Ziel gesetzt, bundesweit Sadomasochisten in bestimmten Lebenslagen zu unterstützen und ihnen soziale Hilfe und Beratung zu vermitteln. Beratungseinrichtungen unterstützen wir zum Beispiel durch persönlichen Erfahrungsaustausch, Bereitstellung von Informationsmaterial und durch Vermittlung von Gesprächspartnern aus den lokalen SM-Gruppen.
Neben allgemeinen Informationen sollen auch neueste Erkenntnisse der Sexualwissenschaft und fachspezifische (juristische, medizinische usw.) Informationen vermittelt werden, zum Beispiel über sexuelle Praktiken, deren Wirkungsweise und ggf. gesundheitliche Risiken.
Die BVSM strebt einen engen Wissens- und Erfahrungsaustausch mit anderen Verbänden an. Insbesondere mit Organisationen und Einrichtungen, die sich mit Sexualaufklärung und -beratung befassen oder sexuelle Minderheiten vertreten.
Bundesvereinigung Sadomasochismus e.V. - FAQ
last updated:31.07.2010
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