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Warum ich Mitglied bin im BVSM...Eine Auswahl ganz persönlicher Gründe Traum von sexueller SelbstbestimmungIch bin als Sadomasochist Mitglied in der BVSM , weil ich einen Traum habe : Das eines Tages die verschiedensten Menschen an einem Tisch sitzen können und es für alle selbstverständlich ist, dass die Sexualität für die Beurteilung eines Menschen ohne jeden Belang ist. Menschen mit konventioneller Sexualität sollten haben keinerlei Recht haben, Menschen mit spezieller Sexualität in irgendwelche Ecken, egal ob diese nun pervers, abartig, psychopathisch oder widernatürlich heißen mögen, abzudrängen. Die Natur findet ganz von allein ihren Weg, um jedem Menschen die Sexualität mitzugeben, welche notwendig ist, damit dieser ein wirklich reiches Gefühlsleben sein eigen nennen kann. Lediglich die gesellschaftliche Intoleranz und die damit verbundene Isolierung kann den Menschen mit spezieller Sexualität krank machen, wenn es diesem nicht gelingt, erst ohne Selbstzerfleischung zu sich selber und danach ohne Behinderung die entsprechenden Sexualpartner zu finden. Kein Staat und keine Gesellschaft hat das Recht, sich in die sexuellen Praktiken seiner Bürger einzumischen oder sie zu bewerten, solange diese in einem sicheren, gesunden und einvernehmlichen Miteinander stattfinden. Der BVSM kann helfen , diese Toleranz herbeizuführen. Kai aus Bremen, 2004-12-19 Respekt vor der Vielfalt der menschlichen Sexualität... weil es in unserer Gesellschaft nach wie vor zu wenig Respekt vor der Vielfalt der menschlichen Sexualität gibt! Nach wie vor geht unsere Gesellschaft mit ihrem ureigenen fundamentalen Primärtrieb Sexualität um, wie mit einem Stiefkind. Nachdem in unserem Kulturkreis die Gleichwertigkeit der Geschlechter, Rassen, Religionen und Kulturen im Großen und Ganzen anerkannt ist, ja sogar die Vielfalt in Minderheiten- Förderprogrammen unterstützt wird, ist es an der Zeit, die Gleichwertigkeit der vielen verschiedenen Ausprägungen menschlicher Sexualität anzuerkennen. Der Maßstab ist einzig und allein das einvernehmliche, liebevolle, konstruktive Miteinander. Christoph, 2004-03-02 Gegen Doppelmoral, für VerantwortungDoppelmoral überall! Gespielt wird die romantische Liebe. Was nicht in die Rolle passt, wird mit Geld geregelt. Was tun eigentlich die Millionen heimlichen Besucher von Freudenhäusern? SM - das sind für mich erotische >S< Spiele mit >M< Macht. SM ist für immer mehr Menschen ein Weg, mit ihrer Sexualität verantwortungsvoll umzugehen. Eine Bundesvereinigung kann mithelfen, etwas gegen Vorurteile zu tun. Herbert, 2004-01-05
Zeigen, dass wir nicht 'pervers' sind... weil ich mir wünsche, dass Lieschen Müller, Dieter Sexprotz und auch die Boulevardblätter endlich (an-) erkennen, das SM nicht pervers und krank ist, und folglich alle diese "perversen Spinner" in die Anstalt gehören, sondern dass SM-aktive Menschen ebenfalls sehr ausgeglichene und friedliche und freie, sowie mündige Mitbürger unserer Gesellschaft sind! devno, 2003-11-19
Vielfalt zeigen, Toleranz durch AufklärungIch wünsche mir eine lebendige und bunte Subkultur, die auch als solche wahrgenommen wird. Die BVSM kann dabei zum einen durch Aufklärung und Interessenvertretung in der Öffentlichkeit größere Toleranz erreichen und Interesse an dieser Subkultur wecken. Durch Vernetzung und Ressourcenbündelung kann sie jedoch auch viele Vorhaben erleichtern und so einen Anteil an der Lebendigkeit und sichtbaren Aktivität dieser Subkultur haben. Ich bin Mitglied in der BVSM, da ich der Meinung bin, dass diese Aufgaben und Ziele Engagement benötigen und verdienen. Sandra , 2003-11-14
Zusammen mehr als die Summe aller EinzelnenDie BDSM-Subkultur ist in ihrer Gesamtheit deutlich mehr als die Summe aller Einzelnen. Erfahrung, Kompetenz und Know-How werden aber erst durch geeignete Strukturen zu einem Wissen, von dem wir alle profitieren können. Wir zusammen; das ist das Entscheidende. Melanie , 2003-11-14
Eine Lobby, um aus der Ecke zu kommenFür mich ist die BVSM die Chance, eine Lobby für SMler zu werden. Damit wir irgendwann einmal raus aus der Ecke "SMler und Kinderschänder" kommen und unsere Lebensform genauso akzeptiert wird wie die von Schwulen, Christen, Kaninchenzuüchtern oder "Focus"-Lesern. Aranita , 2003-11-09
Damit sexuelle Freiheit für Sadomasochisten selbstverständlich wirdIch habe - fast - immer meine sexuelle Freiheit gelebt. Das war mir selbstverständlich, wie mein Eintreten für die anderen Freiheitsrechte. Allerdings war ich auch immer in einer priviligierten Position. Das sind nicht alle. Es ist mir wichtig, daß sich Menschen mit meiner Sexualität ebenso frei und ohne Benachteiligung öffentlich machen können, wie es jene tun, die leichtfertig als "normal" bezeichnet werden. Ein bundesweiter Verband kann dabei dienlich sein. Martin , 2003-11-08
Weil ohne unsere Vernetzung keiner der genannten Wünsche in Erfüllung gehen wirdMein Ziel ist es, mich für eine echte und nachhaltige Liberalisierung der Gesellschaft gegenüber allen ssc+fun Formen der Sexualität einzusetzen. Dabei ist die Vernetzung von SM'lern im Kleinen (Stadt, Region) wie auch im Großen (Land, Bund) eine Voraussetzung, dass diese Liberalisierung und all die anderen Wünsche der SM'ler in Erfüllung gehen können... ansonsten bleibt ein jeder von uns im Bild der Öffentlichkeit ein Teil einer perversen, bestenfalls exotischen und sehr kleinen Randgruppe, die je nach Belieben nach wie vor in die Nähe von Verrückten und Verbrechern gerückt wird und je nach Stimmungs- und Gesetzeslage ganz schnell wieder Gegenstand von Repressionen werden könnte. Deshalb ist die Mitgliedschaft in der BVSM ein persönlicher Beitrag Flagge zu zeigen und damit für ein Stück mehr Lebensqualität einzustehen. Robert , 2003-11-08
Die Sache zählt - und die Normalität..weil es Zeit ist, von dem "Nur meine Gruppe denkt richtig" oder "Mein Verein ist das wichtigste" weg zu kommen. Die Sache, - die Freiheit von anders liebenden - ist es was zählt. Meine Vision ist es, dass in einer freundschaftlichen Runde jeder seine Form von Sexualität benennen darf, alle nur aha sagen und sich interessanteren Themen zuwenden. Andrea , 2003-11-08
Neid, Missgunst und Paranoia in der Szene abbauenDie SM-Szene ist in weiten Teilen von Misstrauen und Neid gegenüber den Aktivisten geprägt. Eine bundesweite Organisation ohne Epaulettenträger aber mit vielen Aktivisten aus unterschiedlichen Regionen kann dem Abbau dieses Misstrauens nur nützen. Sven , 2003-11-08
Lobby gegen unfaire Gesetze und DiskriminierungWeil wir eine gut sichtbare Lobby brauchen, damit SMler nicht zum Kollateralschaden der nächsten Gesetzesänderung zur Gewaltbekämpfung werden. Damit niemand mehr seinen Job wegen seiner SM-Neigung verliert. Ulis , 2003-11-04
Für die AnerkennungIch bin Mitglied in der BVSM, weil die BVSM daran arbeitet, dass BDSM als eine Form des gesellschaftlichen Lebens er- und anerkannt wird. Und wir uns irgendwann nicht mehr hinter Pseudonymen wie "Bond" oder "Tietheknot" verstecken müssen um Repressalien aus dem Weg zu gehen. Wilfried aka Bond , 2003-11-04
Ängste und Vorurteile abbauen, SMlern helfenIch denke, dass ein aufklärender Dialog die Ängste und Vorurteile seitens der Nicht SMler mildern kann. In Folge dessen erhoffe mir eine breitere Toleranz für uns in der Öffentlichkeit. Außerdem kann ich mir es durchaus vorstellen, dass unsere Arbeit vielen Menschen, die mit ihren Neigungen Probleme haben (ich denke bspw. an das Outing) helfen kann. Thorben, Marburg , 2003-11-04
BDSM ist nicht "schmutzig"Dazu bewogen hat mich, dass wir auch im geschäftlichen Bereich (Hotel) in diese Richtung etwas anbieten möchten, da wir der Meinung sind, es auch in der Öffentlichkeit zu vertreten, dass BDSM nichts "Schmutziges" ist , sondern ein ganz "normaler Teil des Lebens". Und dass ich dazu Hilfestellungen oder auch Meinungen aus den Reihen des Verbandes erhalten kann. Rosie , 2003-11-04
Toleranz und Respekt entwickelnToleranz und Respekt gegenüber der verantwortungsbewußten Freiheit sexueller Minderheiten zu erhalten und weiter zu entwickeln, ist ein wesentlicher Grund, mich zu engagieren. Gehör findet man - unter den gesellschaftlichen Bedingungen der Bundesrepublik - besonders dann, wenn man eine offene Interessenorganisation durch seine Mitgliedschaft unterstützt. N. , 2003-11-04
Offene Diskussion fördern und Kräfte bündelnweil eine offenere Diskussion und Bekanntmachung der Diversität der sexuellen Praktiken der Allgemeinheit nur nutzen kann. weil ich es für sinnvoll erachte Kräfte zu bündeln und voneinander zu lernen und nicht immer das Rad neu zu erfinden - gemeinsam erreichen wir mehr. weil ich das Modell, was sich herauskristallisiert hat (zumindest die Diskussionen die ich verfolgt hab :-) ), für wegweisend halte, um "Vereinsmeierei" und Selbstzweck zu unterbinden. weil ich das Engagement für einen guten Zweck gern, wenn auch nur durch ein wenig Geld (wegen Zeitmangels), unterstützen möchte. Karla , 2003-11-04
Die Selbstverständlichkeit von BDSM unterstützen...ich mir wünsche, dass sich möglichst viele mit einem "ich bin dabei" anschließen werden. Ich wünsche mir ein Identifikationsmoment, dass es einfach selbstverständlich ist, SMler zu sein, und dass diese Selbstverständlichkeit dadurch getragen wird, dass man einfach Mitglied bei der BVSM ist. chriss , 2003-11-04
Gemeinsam größere Aufgaben angehenIn jeder SM-Gruppe finden sich nur einige wenige, die an den grossen Aufgaben arbeiten. Alleine sind diese Aufgaben nicht zu bewältigen, und das Rad wird jedesmal neu erfunden. Schließt man sich zusammen, sind auch die größeren Brocken zu schaffen, z.b eine Vertiefung der gesellschaftlichen Akzeptanz oder Unterstützung der Forschung. Es wäre schon ein wesentlicher Fortschritt, wenn die Erkenntnisse und Erfahrungen der einzelnen Gruppen auch den anderen zu Verfügung stehen würden. Die Gruppen dürfen dabei ihre Stärken nicht verlieren, sodaß eine Zusammenarbeit nur ohne direktiven Character erfolgen darf. Die BVSM erfüllt diese Voraussetzungen und deshalb bin ich dabei. Chris , 2003-11-04
Gegenpol gegen IgnoranzWir brauchen einen Gegenpol zu den Organisationen, die SM entweder als frauenfeindlich, oder aber als teuflisches Machtwerk ansehen..., weil wir in einer rationalen Welt leben und diese Ignoranz nicht erdulden sollten. Ich sehe die Entwicklung der Homoszene und die steigene Toleranz zu Schwulen und Lesben, trotzdem steht eine hohe Ignoranz gegen SM'ler. Da ich lange in meinem Leben in einem Verein war, da für mich ein Verein wie eine neue Familie wird. Weil ich SM lebe und liebe und auch öffentlich dazu stehe, daß ich "Pervers" bin! Ralf, Bremen , 2003-11-03
Eine mehr als nur lokale RepräsentanzIch dachte mal, wenn ich schon nicht Mitglied im hiesigen BDSM bin, könnte ich wenigstens Mitglied im "Bundesverband" werden. Eigentlich wollte ich abwarten, bis auch der gemeinnützig usw. ist, damit der Staat (von wegen Steuer ...) auch seinen Beitrag zum Mitgliedsbeitrag leistet, aber wenn 's von 500 Mitgliedern abhängen soll... Nein, aber nun im Ernst: Eine mehr als nur lokale Repräsentanz für unsere diversen Interessen halte ich für absolut wünschenswert und wichtig! Doris , 2003-11-03
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