BVSM-Logo

Aktivitäten und Material der BVSM

Kontaktaufnahme zu anderen kritischen Gruppen und Organisationen

Die BVSM e.V. sucht den Kontakt zu anderen Gruppen und Organisationen, die den Diagnoseschlüsseln unter F65 in der ICD-10-GM oder der versichertenbezogenen Krankenkassenabrechnung kritisch gegenüberstehen.

 

31.03.2005

Der AK Psychologie und Sexualwissenschaft hat, wie er im Dezember bekannt gab, die BVSM mit einem Änderungsvorschlag für die ICD-10-GM-2005 unterstützt, den die BVSM im Rahmen der Lobbyarbeit bei der Ausschreibung des DIMDI eingereicht hat.

Der AK Psychologie und Sexualwissenschaft ist eine unabhängige und ergebnisoffene deutschsprachige Diskussions- und Arbeitsgruppe, die die BVSM als korporatives Mitglied ideologisch unterstützt. Der Arbeitskreis wird von der BVSM unterstützt mit Infrastruktur in Form von Webspace und Mailingliste.

 

04.01.2005

Auf der Folsom Europe 2004 kamen persönliche Kontakte zum ReviseF65 committee zustande. Svein Skeid hielt dort für ReviseF65 einen Workshop "How to delete SM/Fetish diagnoses" vor einem internationalen Publikum. Beim Erfahrungsaustausch konnten wir persönliche Kontakte zu anderen Aktivisten knüpfen bzw. bestehende Kontakte pflegen.

Daraus erwuchs eine Kooperation mit dem ReviseF65 committee bei den Bemühungen, die stigmatisierenden SM- und Fetischdiagnosen aus der von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) veröffentlichten ICD zu entfernen. Die BVSM arbeitet weiterhin an der Streichung dieser Diagnoseschlüssel in der nationalen ICD-Version von Deutschland.

ReviseF65 konnte einen erfolgreichen Jahresrückblick 2004 verzeichnen.

 

20.05.2004

Beim NAV-Virchowbund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V., haben wir um Hilfestellung bei der Erarbeitung unseres Änderungsentwurfes gebeten und pflegen den Kontakt weiterhin.

 

20.05.2004

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein teilt unsere Ansicht, dass die ICD-10-GM-Schlüssel diskriminierungsträchtig und daher hochproblematisch sind. Sie haben zugesagt, unsere Fragen in den Arbeitskreis Gesundheit und Soziales der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder zu tragen und dort bundesweit zu thematisieren.

Änderungsvorschlag zur ICD-10-GM

01.11.2006

 

Die BVSM e.V. reicht bei den jährlichen Ausschreibungsverfahren des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) Änderungsvorschläge für die ICD-10-GM ein.

 

Die BVSM e.V. hat 2004 einen Änderungsvorschlag erarbeitet und beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) eingereicht. Zusätzlich wurde er allen Gruppen oder Einzelpersonen zur freien Verfügung gestellt, die sich z.B. mit einem eigenen Änderungsantrag ihrerseits engagieren wollten.
Leider hatten diese Änderungsanträge keinen Erfolg. Am 15.08.2004 wurde die überarbeitete ICD-10-GM-2005 veröffentlicht, die Kategorie F65 blieb unverändert. Bei der nächsten Ausschreibung werden wir wieder einen Ängerungsvorschlag einreichen.
Am 28.11.2004 wurde eine Anfrage ans DIMDI geschrieben mit der Bitte um Auskunft, warum und auf welcher Grundlage unser Änderungsvorschlag nicht berücksichtigt wurde. Als Reaktion darauf erhielt die BVSM denselben Brief wie die anderen Initiativen aus der BDSM-Szene, die Änderungsvorschläge eingereicht hatten.

Der AK Psychologie und Sexualwissenschaft hat im Winter 2004/2005 einen Änderungsvorschlag erarbeitet und der BVSM als Spende für eine Einreichung zur Verfügung gestellt. Das Papier wurde im Ausschreibungsverfahren für Änderungsvorschläge zur ICD-10-GM-2005 eingereicht.

 

24.11.2005

Die Änderungsvorschläge wurden mit der Begründung abgelehnt, dass eine Änderung der Klassifizikation nicht notwendig sei, " denn durch die Rahmenbedingungen für den Einsatz des ICD-10 in Deutschland wird sichergestellt, dass nur die medizinisch kritischen Fälle mit diesen Schlüsselnummern kodiert werden."

Weiterhin wird ausgeführt, dass der ICD-10 ein Katalog ist, der nur verwendet wird, wenn "wegen einer Diagnose ärztliche Leistungen erbracht werden. Ärztliche Leistungen werden aber bei den Störungen der Geschlechtsidentität oder der Sexualpräferenz nur in 'medizinisch kritischen' Fällen erbracht - nämlich dann, wenn ein Patient unter dieser Störung tatsächlich leidet und sich unter diesem Leidensdruck in ärztliche Behandlung begibt."

Es wird zusätzlich bemängelt, dass keine verbesserte Argumentation gegen die Ablehnung der Streichung aus dem Jahre 2004 ausgeführt wird.

Deshalb konnte zu keiner neuen Bewertung des vorgetragenen Sachverhalts gekommen werden.

 

Kommentar des für den Vorschlag federführenden Mitglieds aus dem AK Psychologie und Sexualwissenschaft am 27.10.2006

"Das Ergebnis des letzten Streichungsgesuchs war eine Nein-Doch-Nein-Doch-Situation mit dem DIMDI. Das Thema muss v.a. von deutschen Sexualwissenschaftlern bearbeitet werden, weil Argumente von Laien anscheinend als unwissenschaftlich betrachtet und deshalb nicht beachtet werden. Deshalb sehe ich momentan keinen Sinn in einer erneuten Einreichung, die das DIMDI mit Bezug auf wissenschaftliche Arbeiten ablehnt."

 

 

Ausführliche Information

15.08.2004

Wir stellen ausführlichere Informationen über die ICD-10 und Datenschutz in der Krankenkassenabrechnung auf unserer Webseite bereit. Wir bemühen uns, den aktuellen Stand kompakt und verständlich zusammenzufassen, Hilfestellung und detaillierte Hintergrundinformationen zu geben.

Darüber hinaus pflegen wir zwei online verfügbare Materialsammlungen, eine mit Onlinemedien und aktuellen News sowie eine mit Fachpublikationen.

Infoflyer

23.06.2004

Eine Gruppe von Engagierten hat einen Infoflyer erarbeitet, mit dessen Hilfe die Öffentlichkeit über die Datenschutzproblematik in der Krankenkassenabrechnung und die ICD-10-GM informiert werden soll.

Der Flyer richtet sich an ein allgemeines Publikum wie Patienten, Datenschutzinteressierte, ... Der Schwerpunkt auf Datenschutz macht ihn für Öffentlichkeitsarbeit über Datenschutz im Gesundheitswesen gleichermaßen geeignet wie für die SM-Szene.

 

Der Flyer als .pdf zum Anschauen kann hier runtergeladen werden: www.bvsm.de/download/icd10flyer.pdf

 

Falls Sie bei der Verbreitung dieses Flyers helfen wollen, schicken wir Ihnen gerne die gewünschte Anzahl kostenlos zu. Sie könnten z.B. flyern bei Infoständen, Veranstaltungen für die SM-Szene oder die Schwulenszene und in entsprechenden Locations, in Swingerclubs, Pornovideotheken, Sexshops, Erotikmessen, aber auch in Arztpraxen, der AIDS-Hilfe oder bei Veranstaltungen zum Thema Datenschutz. Wir gehen davon aus, dass Sie den Veranstalter oder Besitzer vorher um Erlaubnis fragen.

Für Bestellungen von Flyern senden Sie bitte eine Mail an vorstand(at)bvsm.de



Bundesvereinigung Sadomasochismus e.V.  -  Aktivitäten und Material der BVSM
last updated:31.07.2010

URL der Originalseite: