Vorstellung des neuen Vorstandes

Um uns vorzustellen, haben wir uns einige Fragen überlegt und jeder für sich beantwortet. Wir hoffen, Euch damit eine kurzweilige Vorstellung von uns zu geben.

Christian, Dennis, Jens und Jörg
Vorstand der BVSM e.V.

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Wie heißt Du und wo kann man Dich am besten erreichen?

Name: Jörg
Alter: 35
Mailto: Takeru@bvsm.de

Der neue Vorstand hat sich bereits die Konsolidierung und die Verbesserung der internen Kommunikation auf die Fahnen geschrieben. Bringst Du noch ein spezielles Anliegen ein?

Als neues Mitglied des Vorstandes möchte ich mich besonders um die Themen ICD 10 und die Vernetzung mit anderen Organisationen kümmern.
Die BVSM versteht sich ja u.a. als Lobby für Sadomasochisten und strebt daher eine Änderung des ICD 10 an. Ich denke, dass diesen Kernthemen in den letzten Jahren zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Seit wann bist Du Mitglied in der BVSM? Was waren Deine Beweggründe für den Eintritt in die BVSM? Was hast Du bereits im BVSM gemacht?

Ich bin der BVSM 2009 beigetreten, weil ich mich zum Thema ICD 10 informieren wollte und Hilfe zu diesem Thema benötigte.
Leider war das Angebot recht spärlich und so habe ich zusammen mit einer mir bekannten Therapeutin auf dem BDSM Tag 2011 einen Workshop zu diesem Thema durchgeführt.

Du bist jetzt für zwei Jahre in den Vorstand gewählt. Was soll in der BVSM im Jahre 2021 anders sein?

Ich hoffe, dass wir in den nächsten Jahren unseren Mitgliedern mehr Informationen und Hilfe anbieten können und dass unsere Fähigkeit zur Lobbyarbeit gestärkt wird.
Für das Jahr 2021 wünsche ich mir, dass wir den 5 Jahrestag der Streichung des Sadomasochismus als Diagnose im ICD 10 feiern können.
Außerdem würde ich mich darüber freuen, wenn wir in Zusammenarbeit mit anderen zumindest in allen 81 Großstätten unseres Landes kompetente Beratungs- und Hilfsangebote für seelisch erkrankte Menschen mit einer abseits des Mainstream liegenden sexuellen Identität hätten.

Und welche konkreten Schritte willst Du im nächsten Jahr dafür unternehmen?

Zunächst einmal werde ich meine Kenntnisse zum Thema ICD 10 für unsere Webseite aufbereiten und dann den Kontakt zu möglichen Partnerorganisationen suchen.

Möchtest Du noch etwas an den Leser mitteilen:

An dieser Stelle möchte ich mich schon einmal bei den aktiven Mitgliedern unseres Vereins bedanken, die uns dabei helfen, die anstehenden Projekte und Aufgaben anzugehen und voranzutreiben.

Vielen Dank, wir wünschen Dir viel Glück!

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Wie heißt Du und wo kann man Dich am besten erreichen?

Name: Dennis
Alter: 29
Mailto: Dennis@bvsm.de
SZ: Slider_man
SadoMasoChat: Slider_1982

Der neue Vorstand hat sich bereits die Konsolidierung und die Verbesserung der internen Kommunikation auf die Fahnen geschrieben. Bringst Du noch ein spezielles Anliegen ein?

Durch mein berufliches Engagement bin ich sehr viel in Deutschland unterwegs und auf vielen Parties, Messen und Stammtischen vertreten.
Dort werde ich dann auch versuchen die BVSM zu vertreten und die Öffentlichkeit über unser Tun zu informieren.
Ich bin selber zwar erst seit kurzem in der BVSM, bin aber seit jeher von der Idee begeistert.
Momentan arbeite ich an einem Projekt mit dem Angebot, Anfängern oder auch nur Neugierigen leicht verständliche Informationen zur Verfügung zu stellen. Ziel meines Engagements ist es eigentlich immer, unser Schattendasein im Verborgenen Schritt für Schritt zu beenden und mehr und mehr im Sonnenlicht der Gesellschaft genießen zu können ;-)

Wie lange bist Du schon in der BDSM-Subkultur unterwegs? An welche Stationen erinnerst Du Dich besonders intensiv? Und was waren Deine Beweggründe für den Eintritt in die BVSM?

Ich beschäftige mich seitdem ich 14 bin mit BDSM, und lebe es, seitdem ich 18 bin. Sehr gut kann ich mich noch an meinen ersten Stammtischbesuch mit 22 bei den Dark-Friends in Karlsruhe erinnern. Dort wurde ich liebevoll empfangen und empfand mich überhaupt nicht als Outsider. Ich denke dieser erste Abend und das Verhalten der Stammtischleiterin Manu an jenem Abend prägten mich und damit auch meinen späteren Umgang mit Neueinsteigern nachhaltig.

Einige Jahre später machte ich mich in der SM-Subkultur selbstständig, da ich das Preisleistungsverhältnis in einem sehr schlechten Verhältnis sah und ich auch die Beratung in vielen der damaligen Shops unzureichend empfand.

Die ersten Kontakte mit der BVSM hatte ich auf Parties im KittyCatClub Stuttgart. Dort hingen Plakate mit dem Motiv „Ab wo wirds pervers – Uns doch egal.“ und ich fand die Idee damals auf Anhieb gut. Als ein Vertreter der BVSM ein Neueinsteigerpärchen auf der Boundcon rumführte, wurde auch an unserem Stand kurz Halt gemacht. Wir erklärten dem Pärchen die Wirkung der verschiedenen Rohrstöcke und fanden die Initiative des BVSMVertreter so gut, dass wir uns spontan entschlossen, Mitglied in der BVSM zu werden. Dabei wurde uns dann noch vom BDSM-Tag erzählt und gleich angeboten, dort auch mitzuwirken.

Den Grundgedanken der Öffentlichkeit Zugang zum SM zu bieten, nicht wie viele ihn aus dem TV kennen, sondern wie er in der Subkultur gelebt wird, fanden wir klasse und so stimmten wir begeistert zu.

Du bist jetzt für zwei Jahre in den Vorstand gewählt. Was soll in der BVSM im Jahre 2021 anders sein?

Mir liegt persönlich sehr viel an der Öffentlichkeitsarbeit. Diese muss zwar behutsam gemacht werden, aber sie sollte doch aktiv gefördert werden, um SM und vor allem die SM’ler aus ihrer Randposition mehr in die Mitte der Gesellschaft zu holen.

Dafür sollten meines Erachtens als eine der ersten Schritte die Internet Präsentation des BVSM zu einem aktuelleren und aktiveren System umgestaltet werden, das vernetzt mit Aufklärungsprojekten agiert. Die „Hand in Hand“-Arbeit mit anderen Organisationen sollte verstärkt werden, damit wir 10 Feuerzeuge zu einem Schweißbrenner zusammen fügen können.

Es sollte auch wieder ein BDSM Tag organisiert werden. Aus der Erfahrung des ersten BDSM-Tages heraus stelle ich mir neben mehr Teilnehmern durch mehr Publicity im Vorfeld eventuell die Angliederung an eine andere Veranstaltung wie z.B. der Venus oder der BoundCon vor….. um dadurch für die Veranstaltungen und die Besucher Synergien heben zu können. Ich glaube, dass wir mit den auf den Events oft zu kurz kommenden Informationen über BDSM das Interesse der Leute für das Thema und für uns gewinnen können und damit unseren Anliegen als auch den Besucherzahlen gut tun könnten.

Und welche konkreten Schritte willst Du im nächsten Jahr dafür unternehmen?

Ich werde den BVSM auf allen Veranstaltungen, die ich organisiere oder an denen ich teilnehme, aktiv vertreten und werde möglichst viele positive Netzwerke aufbauen.

Weiterhin werde ich mich im Projekt Datenschlag engagieren und in dem Team mitarbeiten, dass eine Überarbeitung der Homepage zusammen mit einer Einbindung eines von vielen Mitgliedern gewünschten Forums umsetzen wird.

Möchtest Du noch etwas an den Leser mitteilen:

Wir sind der neue Vorstand und wir werden versuchen, Neuerungen einzuführen, den Verein nach außen zu repräsentieren und öffentlich den Ruf der BDSM ‘ ler zu verbessern. Aber wir sind auch nur 4 Leute, die alle ein normales Leben und einen Beruf haben. Jeder von uns und von Euch hat dabei seine eigenen Steckenpferde… es gibt sicherlich ein paar unter Euch, die momentan noch etwas Kapazitäten in den Bereichen freihaben, in denen sie Ihr Pferdchen beheimatet haben und die ganz einfach das wohlige Gefühl haben können, etwas für ihre Neigung und für unsere BVSM getan zu haben. Daher bitte ich alle aktiven Mitglieder und die, die es werden wollen herzlichst um Mitarbeit bei den Projekten verschiedenster Art.

Vielen Dank, wir wünschen Dir viel Glück!

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Wie heißt Du und wo kann man Dich am besten erreichen?

Name: Jens
Alter: 49
Mailto: J.Rudy@bvsm.de

Der neue Vorstand hat sich bereits die Konsolidierung und die Verbesserung der internen Kommunikation auf die Fahnen geschrieben. Bringst Du noch ein spezielles Anliegen ein?

Ich bin als Kassenwart im Vorstand und kümmere mich neben den Finanzen um die Verwaltung unserer Mitglieder in der Vereinssoftware.

Wie lange bist Du schon in der BDSM-Subkultur unterwegs? An welche Stationen erinnerst Du Dich besonders intensiv? Und was waren Deine Beweggründe für den Eintritt in die BVSM?

Ich bin seit Mitte der neunziger Jahre in der Szene. Habe Ende der neunziger Jahre den ältesten, noch heute existierenden, Stammtisch in Bielefeld mitaufgebaut.

Du bist jetzt für zwei Jahre in den Vorstand gewählt. Was soll in der BVSM im Jahre 2021 anders sein?

Dass der Verein „etabliert“ ist und die Szene die Bedeutung eines solchen Vereins besser würdigt als manchmal heute. Dazu müssen wir im Verein aber natürlich selbst mit unserem Engagement mitbetragen

Und welche konkreten Schritte willst Du im nächsten Jahr dafür unternehmen?

Erst einmal unsere neue recht umfangreiche und daher auch komplizierte Vereinssoftware besser verstehen :-)

Möchtest Du den Lesern noch etwas Weiteres mitteilen:

Wir machen dies alles ehrenamtlich und es steckt schon eine Menge Zeit dahinter. Bitte denkt daran, wenn Ihr uns eine Mail oder Brief schickt und nicht gleich eine Antwort bekommt.

Vielen Dank, wir wünschen Dir viel Glück!

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Name: Christian
Alter: 45
Mailto: ch.stieg@bvsm.de

In der SZ und auf Gay Romeo als “Blake Forrester”

Der neue Vorstand hat sich bereits die Konsolidierung und die Verbesserung der internen Kommunikation auf die Fahnen geschrieben. Bringst Du noch ein spezielles Anliegen ein?

Neben der internen Kommunikation sehe ich die Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung als einen Schwerpunkt. Hierzu bedarf es auch der Nutzung neuer Medien. BDSM darf und muss aus der Subkultur raus und zum Alltag dazugehören.
Dies ist ein langer und schwerer Weg. Er verlangt Ausdauer in Hinblick auf Zeit und Geld.

Vielleicht schaffen wir es, dass der Spruch „ICH BIN BDSMler UND DAS IST AUCH GUTSO“ auch mal berühmt wird.

Wie lange bist Du schon in der BDSM-Subkultur unterwegs?

Solange ich Sex hatte und habe bin ich in der BDSM-Subkultur unterwegs.

An welche Stationen erinnerst Du Dich besonders intensiv?

Mein Gang aus dem Untergrund in die Öffentlichkeit um Kontakte zu knüpfen sowie die Streichung des § 175 (Anm. der Redaktion: Strafbarkeit sexueller Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts).

Was hast Du bereits in der BVSM gemacht?

Öffentlichkeitsarbeit auf verschiedenen Veranstaltungen wie zum Beispiel der BoundCon 2010.

Du bist jetzt für zwei Jahre in den Vorstand gewählt. Was soll in der BVSM im Jahre 2021 anders sein?

Traum und Realität!

Mein Traum: Jeder Sexshop, Händler und Domina usw. muss einen Pflichtbeitrag an die BVSM zahlen, damit die Land- Kreis- und Stadtverbände der BVSM ihre Beratungs- und Öffentlichkeitsarbeit noch besser machen können.

Realität: BDSM kommt langsam aus der Subkultur raus und wird auch dank der Arbeit der BVSM gesellschaftsfähig. Als Vorbild sehe ich da vor allem die Schwulen- und Lesbenbewegung und ihre Arbeit. Natürlich können uns auch andere Verbände, die mit der BDSM- Kultur zu tun haben, helfen.

 Möchtest Du den Lesern noch etwas Weiteres mitteilen:

Werdet aktiv und helft uns bei der Arbeit der BVSM. Der Vorstand alleine kann nicht die Welt verändern. Nur gemeinsam können wir stark sein und stärker werden.

Vielen Dank, wir wünschen Dir viel Glück!

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